Essay
Das Drama der Epidemie
Zwar darf «Tod» ein Thema sein, die Kombination «Krankheit + Tod» wurde im Kino aber seit jeher gerne vermieden. In zahlreichen Variationen und Metaphern hält die Epidemie aber trotzdem Einzug in Kino und Fernsehen.
Zwar darf «Tod» ein Thema sein, die Kombination «Krankheit + Tod» wurde im Kino aber seit jeher gerne vermieden. In zahlreichen Variationen und Metaphern hält die Epidemie aber trotzdem Einzug in Kino und Fernsehen.
Nach und nach gehen die Schweizer Kinos wieder auf. Aber ihre Situation bleibt angespannt. Im schlimmsten Fall wirkt sich ihr Verlust bald auf das ganze Filmschaffen aus. Was die Entscheide des Bundesamts für Kultur bewirken und welche Kinopolitik sich Betreiber_innen in der Schweiz wünschen.
Umbrüche politischer Systeme beeinflussen nicht zuletzt auch deren Kinos: In den vergangenen dreissig Jahren wurde Kiew Zeuge der Verwahrlosung und Zerstörung seiner schönsten historischen Stätten. Für Filmbulletin beschreibt die Aktivist:innengruppe Occupy Kyiv Cinemas (OKC) den Kampf gegen den Verlust kommunaler Kinos.
Der Umgang mit Helden und mythischen Landschaften war in der deutschen Geschichte stets problematisch. Jetzt feiern die Motive im Kino ein bemerkenswertes Comeback. Wie sich Identität und Verzauberung in seinen subversiven Geschichten verzahnen.
Wie erging es dem deutschen Film in den Zehnerjahren?
Im Mainstream machte sich, wie gehabt, die Komödie breit, im Arthouse rissen es die Regisseurinnen raus. Ein Rückblick auf ein Jahrzehnt, das nicht nur die Enttäuschungen alter Erfolgsfilmer, sondern auch den frischen Wind ungewöhnlicher Jungtalente sah.
In der Festivallandschaft herrscht wegen Corona grosse Unsicherheit. Patrick Holzapfel hat für Filmbulletin mit Festivalarbeiter_innen und -veranstalter_innen aus der ganzen Welt über Probleme und Lösungsansätze gesprochen.
Die Protagonisten des Subgenres «White-collar Crime» sind kriminell und bewundernswert zugleich. Die Filmwelt spürt diesen Finanzgangstern immer wieder nach und stellt damit unseren moralischen Kompass auf die Probe.
True Crime ist kein neues Phänomen. Mit M erzählte Fritz Lang bereits die «wahre» Geschichte eines Massenmörders. Den Blick in die Geschichte kennt Stefanie Rusterholz, aktuell Co-Leiterin bei trigon-film und unsere Partnerin bei filmingo.
Die Erwartungen im Vorfeld der 70. Berlinale an das Programm des neuen künstlerischen Direktors Carlo Chatrian waren hoch. Wird der ehemalige Filmkritiker, ähnlich wie in Locarno, wo er zuvor künstlerischer Leiter war, ein Programm vorlegen, das den Fokus auf ein formal eher anspruchsvolles Kino legt – mit unvermeidlichen Verzicht auf (US-)Starpower, mit der Vorgänger Dieter Kosslick noch gerne den roten Festivalteppich zu schmücken pflegte?
Zum ersten Mal eröffnete Anita Hugi «ihre» Solothurner Filmtage. Mit Micha Lewinskys Moskau Einfach! lachte das Publikum über ein denkwürdiges Jubiläum. Wir zeigen euch ausserdem, für welche Filme es sich lohnt, in die Kleinstadt an der Aare zu fahren.
Insbesondere das Kino hat ihn immer wieder neu entdeckt, ob nun als Triebbild, als perversen Polymorph oder als Gestaltwandler. Aber die Faszinationsgeschichte des Oktopus überschreitet die Gattungsgrenzen der Künste. Mal wird der Kopffüsser zum Emblem des sozialrevolutionären Widerstands, mal dient er als smartes Sex Toy; und vielleicht wird er eines Tages die Gestalt unseres Verschwindens sein. Eine Spurensuche auf dem Pfad des Tentakels.
Tauchpionier und Meeresbiologe Hans Hass war das deutsch-österreichische Pendant zu Jacques-Yves Cousteau. Sein Totemtier war der Hai, den er in seinen Filmen und Fernsehserien dem Publikum als den souveränen Herrscher der Weltmeere vorstellte.