Kino
107 mothers auf Bewährung
Ein Gefängnis voller Mütter und deren Kinder: Péter Kerekes zeigt die Realität und emotionale Brutalität eines ungewöhnlichen Alltags.
Ein Gefängnis voller Mütter und deren Kinder: Péter Kerekes zeigt die Realität und emotionale Brutalität eines ungewöhnlichen Alltags.
Gaspar Noés neuestes Werk nutzt den Split Screen um Demenz und das dazugehörige Abdriften in eine andere Welt zu visualisieren. Der schmerzvolle Zerfall – von Beziehungen, Erinnerungen und Gewohnheiten – steht dabei auf subtile Weise im Mittelpunkt.
François Ozon nimmt sich dem heiklen Thema der Sterbehilfe an. Dank Humor und charismatischer Charaktere schwingt dennoch eine gewisse Leichtigkeit mit.
Lorenz Merz' neuester Film Soul of a Beast will viel und erreicht nicht alles. Was bleibt, ist ein filmischer Rausch, der kaum enden will. Und der schale Nachgeschmack einer Jugend, die vielleicht doch nicht so unbeschwert ist.
Jerry Rothwells Film beleuchtet Autismus aus einer neuen Perspektive. Die ausdrucksstarken Porträts von autistischen Menschen bekämpfen nicht nur die Stigmatisierung, sondern sind auch ein visuell eindrucksvolles filmisches Erlebnis.
In Wheel of Fortune and Fantasy zeigt der jüngst mit einem Oscar ausgezeichnete Ryūsuke Hamaguchi anhand dreier Episoden über zufällige, erotisch aufgeladene und eingebildete Begegnungen das ganze Spektrum seiner an Éric Rohmer erinnernden, verführerischen Dialogkunst.
Welcher Schauspieler ist glaubwürdiger: jener, der Gefühle nachahmt, oder jener, der Gefühle hat? Gastón Duprat und Mariano Cohn stellten im Wettbewerb von Venedig ihre Satire vor, in der zwei Schauspieler auf Leben und Tod mit Fake und Truth konkurrieren.
Auf der Suche nach einem Schneeleoparden im tibetischen Hochland wird der Tierfilm zum Männerfilm. Erhabenheit, Andacht und zivilisationskritische Gedanken auf 5000 Metern Höhe.
Frankreich, 1963: Eine Studentin kämpft verzweifelt darum, ihre Schwangerschaft abzubrechen. Die intensive Tour de Force ist auch eine Meditation über den Zusammenhang feministischen Handelns und Reflektierens.
Das erste längere Werk von Nikola Ilić und Corina Schwingruber Ilić porträtiert nicht nur Ilićs Mutter Dida, sondern fungiert nebenbei auch als Migrationsgeschichte. Geteiltes Leben und geteilte Räume werden auf humorvolle Art sichtbar gemacht.
Matt Reeves Neuinterpretation des Batman überzeugt formal und dank der Gegenspieler. Leider enttäuschen der maskierte Rächer und seine Entourage umso mehr.