Kino
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Eine Frau mit einer Riesenportion Wut im Bauch. Frances McDormand hat für diese Rolle den Golden Globe Award erhalten, während der Film selbst als bestes Drama ausgezeichnet wurde.
Eine Frau mit einer Riesenportion Wut im Bauch. Frances McDormand hat für diese Rolle den Golden Globe Award erhalten, während der Film selbst als bestes Drama ausgezeichnet wurde.
Ziad Kalthoums Dokumentarfilm über syrische Bauarbeiter in Beirut erzählt in eindrücklichen Geometrien und Analogien vom traurigen Ineinander von Aufbau und Zerstörung, von Krieg und Erinnerung.
Cyril Schäublins Erstling berichtet von einer Welt, in der alle Daten fliessen, damit nichts sich regt. Wenn es dann doch zu einem kurzen Kontakt kommt, ist das umso explosiver.
Einer, der auszog, sich selbst zu verlieren. Faszinierend zwischen Fiktion und Dokument changierend, zeichnet Fellipe Barbosa die letzten Spuren eines jungen Mannes nach, der am Lebenshunger starb.
Das geordnete Leben einer Vorzeigefamilie gerät durch einen Fremden allmählich aus den Fugen. Einmal mehr erweist sich Yorgos Lanthimos als Meister der subtilen Stimmungen und des schleichenden Unbehagens.
Der Dokumentarfilm über die Bedeutung von Filmmusik lässt eine imposante Anzahl von Komponisten zu Wort kommen, hat aber zu wenig Geduld, bei deren konkreten Arbeit lange genug zuzuschauen.
Drei Zinnen erzählt vor einer gewaltigen Naturkulisse von den Schwierigkeiten, eine Patchworkfamilie zu sein, aus der Sicht des Kindes und des Möchtegern-Vaters.
Eine an den Rand gedrängte Minderheit rückt ins Zentrum. Sensibel wird der Existenzkampf einer Roma-Familie unter der Fuchtel von Staat und Mafia als brutale Hackordnung gezeigt. Ihr setzt der Film seine eigene Empathie entgegen.
Die Heldin in Radiance schreibt Hörfassungen für Filme. Ihr Ringen um die richtigen Worte, darum, adäquat zu beschreiben, was jemand nicht sehen kann, schafft eine poetische Reflexion über das Sehen und über das Kino.
Das Begehren ist ein Reigen von Körpern, die sich treffen, halten und wieder lösen. Erst allmählich wird Isabelle klar, dass es bei der Liebe um mehr gehen könnte, als nur um den Wechsel von einem Partner zum nächsten.
Diese Adaption von Leo Tolstois «Anna Karenina» rückt ins Zentrum, was in anderen Verfilmungen wenig Beachtung fand. Es entsteht Monumentalkino in beeindruckend opulenten, wenn auch wenig kritischen Bildern.