Filmbulletin Print Logo
01 mainstill fcfr les sauteurs photos abou bakar sidibe

Sans auteurs

In Les sauteurs filmt ein Migrant die Situation vor der spanischen Enklave Melilla und macht damit vor allem klar, dass ein abgeschottetes Europa ein Europa ohne Lust auf Bilder, auf Kino ist. Das Kino von morgen ist damit nicht mehr eines der europäischen ­«auteurs», sondern der «sauteurs» – der Springenden, der Migranten.

Text: Philipp Stadelmaier / 25. Apr. 2016

In Les sauteurs filmt ein Migrant die Situation vor der spanischen Enklave Melilla und macht damit vor allem klar, dass ein abgeschottetes Europa ein Europa ohne Lust auf Bilder, auf Kino ist. Das Kino von morgen ist damit nicht mehr eines der europäischen ­«auteurs», sondern der «sauteurs» – der Springenden, der Migranten.

Diesen Artikel können Sie in der Printausgabe von Filmbulletin lesen.

Ausgabe 3/2016 nachbestellen

Dieser Artikel ist in der Printausgabe Nr. 3/2016 erschienen. Stöbern Sie in unserem Ausgabenarchiv.

Weitere Empfehlungen

Essay

26. Juli 2016

Wiederholung als Überschreitung

Im Herbst kommt das Remake von The Magnificent Seven in die Kinos, der selbst schon eine Wiederauflage von Akira Kurosawas Die sieben Samurai war. Die Kopie der Kopie? Ein Abklatsch? Ein unerlaubter Übergriff? Weder noch, denn die Wiederholung als Verfremdungsverfahren verwandelt das vermeintliche Original in einen sich stets verändernden Teil eines schillernden Ganzen.

Essay

14. Dez. 2018

Die reichere Hälfte des Kinos

Ursprünglich hergestellt als billiges Komplementärprogramm zu den aufwendigen Grossproduktionen des klas­sischen Hollywood gibt es
in den B-Movies der Dreissiger- bis Fünfzigerjahre ein Kino zu entdecken, das oft viel radikaler und origineller war, als seine teureren Vor­bilder: subversiv experimentell, unbändig berührend, lakonisch knapp und mutig unwahrscheinlich.

Essay

02. Nov. 2015

Es war einmal: Einfuhrkontingente für Spielfilme

Seit den dreissiger Jahren bewegte sich die Debatte über «Auslandsunabhängigkeit» im Schnittpunkt von Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Einfuhrkontingentierung für Spielfilme sollte die Un­abhängigkeit gewährleisten. 50 Jahre später wurde dieses Regime abgelöst durch das Ziel der «Angebotsvielfalt» und durch Fördermassnahmen. Ein Rückblick auf eine Entwicklung, die kaum abgeschlossen sein dürfte.