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Wahrnehmung auf Abwegen

Film ist kein Wissensstoff unter anderen, sondern eine Erfahrung. Die Zukunft der Filmbildung wird darin ­bestehen, den Film als das Wahrnehmungsexperiment erfahrbar zu machen, das er seit seiner Erfindung ist. Film ist ein Labor der Inno­vation, in dem man lernt, ­anders und Anderes wahrzunehmen.

Text: Johannes Binotto / 12. Sept. 2017

Film ist kein Wissensstoff unter anderen, sondern eine Erfahrung. Die Zukunft der Filmbildung wird darin ­bestehen, den Film als das Wahrnehmungsexperiment erfahrbar zu machen, das er seit seiner Erfindung ist. Film ist ein Labor der Inno­vation, in dem man lernt, ­anders und Anderes wahr­zunehmen.

Der Film bildet. Und zwar bereits im engeren Wortsinn: Der Film macht Bilder vor und entsteht damit erst im Fortgang der Vorführung. So zwingt uns der Film stärker als vielleicht jede andere visuelle Kunst, Bildung als Prozess zu verstehen. Denn auch jene Bildung, von der die Pädagoginnen und Pädagogen sprechen, ist nie einfach vorhanden, sondern muss andauernd entstehen. Und es sind gerade die immer neu entstehenden Bilder der motion pictures, die uns mitnehmen in Richtung einer Bildung, die nicht aufhören mag.

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