Mise en Scène
Die Nacht der lebenden Toten
In Paris wurden unlängst die Césars verliehen. Es ist die Nacht der falschen Bescheidenheit, ein Tanz der zu früh Verstorbenen, Tot-gesagten und anderer Geister.
In Paris wurden unlängst die Césars verliehen. Es ist die Nacht der falschen Bescheidenheit, ein Tanz der zu früh Verstorbenen, Tot-gesagten und anderer Geister.
Wie erfasst man etwas, das eigentlich unverfügbar ist? Manchmal wollen auch Filmanalytiker:innen auf die Beschreibung zurückgreifen.
Besessenheit als Standardregister – zumindest ist es das Diktat des Internets von heute, wo alles zur Dauerschleife und zum Ohrwurm wird.
Filme, extrem herunterskaliert, verlieren Einzelheiten. Doch was, wenn stattdessen etwas Neues sichtbar wird?
Ihr Name fällt nicht nur bei Preisverleihungen, sondern leuchtet auch an Protestmärschen. Eine Laudatio von unserer Frankreich-Kolumnistin.
Bevor Film ein scheinbar lineares Medium war, gab es ihn in Endlosschleife. Kolumnist Johannes Binotto erkundet, wann uns der Loop noch heute begegnet.
Was unserer Frankreich-Kolumnistin fast wie ein unbedarfter Actionfilm erschien, erweist sich im Wahljahr als
Öl im politischen Feuer.
Bilder kommen zu uns auch durch Masken, die das Format begrenzen. Johannes Binotto über den Ausschnitt im Kino und danach.
Der grosse Gambler Bond ist erst mal Geschichte. Neben den tödlichen Varianten koreanischer kids & squid games gibt es ja auch noch andere Spiele, um sich die Zeit zu vertreiben.
Zimmerreisen sind doppelt an der Zeit: als Selbsterkundungsmodus des quarantänierten Ich. Und als nachhaltigere Form des Unterwegsseins. Von Sesselausflügen.
In Frankreich wurde eifrig verhandelt, welche Verleiher ihre Filme wann auf den Spielplan bringen, sobald die Kinos wieder geöffnet sind. Nicht zum Vorteil aller.