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Kritiken

Kino

18. Mai 2011

Submarine

Richard Ayoade schafft es mit einer sensiblen Orchestrierung von Humor und Ernsthaftigkeit, seine Schauspieler zielsicher dorthin zu führen, wo er sie haben will: zum Kern der Teenager-Leiden, der trotz überspitzter Inszenierung zu berühren vermag.

Kino

18. Mai 2011

Tambien la lluvia

Filme, die sich mit dem Entstehungsprozess von Filmen beschäftigen, unterliegen bestimmten dramaturgischen Gesetzmässigkeiten und bilden damit fast schon ein eigenes Genre. Seit den siebziger Jahren geht es dabei häufig um den Zusammenprall zweier Kulturen, das Eindringen Fremder in traditionelle soziale Zusammenhänge – auch in Tambien la lluvia.

Kino

18. Mai 2011

The Beaver

Es gibt Filme, die bewegen sich ganz nah an der Grenze zum Scheitern, zum Trash. Sie erwarten vom Zuschauer, dass er eine absurde oder lächerliche Voraussetzung akzeptiert. Das birg die Gefahr, dass man sich dagegen sperrt und das mühsam aufgebaute Konstrukt in sich zusammenfällt. Der neue Film von Jodie Foster ist so ein Fall.

Kino

18. Mai 2011

Die Vaterlosen

Was hinterlassen Väter, die durch ihre Egozentrik und Abwesenheit definiert waren, ihren Kindern nach dem Tod? Ein noch grösseres Loch, das es dann, wenn das Objekt der Begierde sich den unerfüllten Sehnsüchten ganz entzogen hat, umso mehr zu stopfen gilt. Marie Kreutzers Debutfilm setzt ein, als Hans, ichbezogener Hippie-Vater par excellence, seine Kinder an sein Sterbebett ruft.

Kino

18. Mai 2011

Tinguely

Es gehe dem Film «weder darum, einen Künstler zu verherrlichen, noch ihn posthum zu desavouieren», liessen die Macher verlauten. Am Ende aber reicht Tinguely dann doch kaum über eine fundierte Hommage an den vor zwanzig Jahren verstorbenen Künstler hinaus.

Bulletin

18. Mai 2011

The Tree of Life

In Days of Heaven liess Terrence Malick seine kleine Erzählerin über ihre Zukunft sinnen: Ein «ErdeDoktor» könnte sie werden und die Erde untersuchen. Eben das ist es, was dieser gewaltige Solitär unter den Filmemachern in seinen bisher nur fünf Filmen selber stets getan hat und noch immer tut. In The Tree of Life wie nie zuvor.

Kino

18. Mai 2011

The Hunter

Wieder ist es Winter. Oder wahrscheinlich sollte man angesichts der symbolischen Bedeutung, die diese Jahreszeit im Kino von Rafi Pitts innehat, eher schreiben: noch immer ist Winter.

Junge Kritik

13. Apr. 2011

All that I Love

Ein ausrangierter Eisenbahnwaggon in einer kargen, sandigen Landschaft – das ist der Proberaum von Janeks Punkrockband «All that I love». Bereits die erste Szene im neuen Film von Jacek Borcuch weist auf den einen Pol des Spannungsfeldes hin, in dem die Geschichte um Janek angesetzt ist.

Kino

13. Apr. 2011

Bouton

Bouton von Res Balzli ist ein aussergewöhnlicher Film. Eine subtile Gratwanderung von seltener Schönheit, die man keineswegs tröstlich nennen mag, aber auch nicht deprimierend. Er bewegt sich gleichermassen auf Augenhöhe mit dem Leben und mit dem Tod.

Kino

13. Apr. 2011

The Fighter

Mehr als das korrupte Schaugeschäft sind es die irisch-amerikanischen Quartiere von Lowell, Massachusetts, und ihre Gestalten und Biografien, die The Fighter ausmachen. Von «people and their lives» spricht Martin Scorsese, wenn nach der Substanz gefragt wird, aus der die Filme ihr Bestes beziehen.

Kino

13. Apr. 2011

Four Lions

Inkompetente Protagonisten sind im Kino stets ein Grund für Lacher. Aber darf man über das reale Problem des Terrorismus lachen? Wird Terrorismus dadurch nicht banalisiert? Diese Frage wirft Four Lions, die erste abendfüllende Terroristen-Komödie, auf.