Filmbulletin Print Logo

Kritiken

Kino

27. Juli 2011

De vrais mensonges

Pierre Salvadoris Komödie ist der Film, den man seit Audrey Tautous fabelhaftem Aufstieg als Amélie zu sehen erwartet und befürchtet: In De vrais mensonges spielt Tautou nämlich eine “Anti-Amélie”.

Kino

27. Juli 2011

Der Sandmann

Sorgfältig ordnet ein adrett gekleideter Mann mit klassischem, rotem Halstuch in einer Zürcher Philatelie seltene Briefmarken. Eine märchenhafte Melodie erklingt, eine liebliche Frauenstimme singt. Die Kamera schwenkt auf das Album voller Raritäten und fokussiert ein Häufchen kleiner brauner Körner: Sand. Der Mann verliert Sand.

Kino

27. Juli 2011

Tomboy

So atmosphärisch wie Céline Sciamma ihren Film beginnt, so präsentiert sich dieser tout court: mit ruhiger Kamera, herausragenden Hauptdarstellerinnen, ganz ohne Hintergrundsmusik – und mit grossartiger Visualität. Es ist die Geschichte eines tomboy: eines Mädchens, das auch als Junge durchgehen könnte und sich im Film auch tatsächlich als Junge ausgibt.

Kino

27. Juli 2011

Angèle & Tony

Das Spielfilmdebüt der jungen französischen TV-Journalistin Alix Delaporte erzählt eine Liebesgeschichte von Menschen, die ihr vertraut sind, von Menschen aus einem kleinen Fischerhafen in der Normandie.

Kino

27. Juli 2011

A Separation – Nader and Simin

A Separation, bei den diesjährigen Filmfestspielen von Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet, ist ein zutiefst menschliches Drama, in dem sich die Spannungen zwischen den Figuren, bedingt durch ein sorgfältig konzipiertes Drehbuch, auf beklemmende Weise auf den Zuschauer übertragen.

Kino

18. Mai 2011

Les émotifs anonymes

«Gleich und gleich gesellt sich gern», sagt der Volksmund. Tatsächlich möchte man meinen, dass, wo verwandte Seelen aufeinandertreffen, auch die Herzen locker zueinanderfinden. Das mag in 99,9 Prozent aller Fälle so sein. Nicht jedoch in Les émotifs anonymes von Jean-Pierre Améris.

Kino

18. Mai 2011

Into Eternity

Michael Madsens Into Eternity ist ein Dokumentarfilm über Onkalo, ein riesiges Atommüllendlager-Projekt in der finnischen Taiga. Es ist aber auch eine Meditation über Zeit, über die prekäre Position und die Hybris des Menschen angesichts der unvorstellbaren Zeiträume.

Kino

18. Mai 2011

Mit dem Bauch durch die Wand

Sandra ist dabei, sich von ihrem grossen, runden Bauch einen Gipsabdruck nehmen zu lassen. Mit diesen Bildern steigt Anka Schmid in ihren Dokumentarfilm ein, der dreieinhalb Lebensjahre von drei Teenager-Müttern aufzeichnet.

Kino

18. Mai 2011

Almanya

Migration als Komödie, in der Zuwanderer und Gastvolk mit ihren Urteilen und Vorurteilen auf die Schippe genommen werden, das hat Seltenheitswert. Und es ist ein kleiner Lichtblick, wenn West und Ost im Kino zusammensitzen und sich (zumindest vordergründig) über ihre jeweiligen Eigenheiten amüsieren können.

Kino

18. Mai 2011

Joschka und Herr Fischer

Joschka und Herr Fischer reiht sich ein in eine Reihe jüngerer deutscher Filme, die die Lebensgeschichten von Protagonisten der linken Bewegung neu aufrollen. Es ist jedoch nicht einfach eine verfilmte Biografie, vielmehr ging es dem Regisseur Pepe Danquart darum, «Fischer in seine eigene Geschichte» zu stellen. Und dafür hat er eine innovative Form gefunden.

Kino

18. Mai 2011

Un homme qui crie

Es beginnt fast wie ein Urlaubsidyll – mit kühlendem Wasser, strahlender Sonne, blauem Himmel, Touristen, die sich auf Liegen räkeln, und Kellnern, die Drinks servieren. Derweil wettstreiten zwei Männer im Pool darum, wer von ihnen unter Wasser am längsten die Luft anhalten kann.