Kino
W. Was von der Lüge bleibt
Ein Schweizer gibt sich als Überlebender der Shoah aus. Doch sein Betrug wird entdeckt. Mehr als zwanzig Jahre später bringt Regisseur Rolando Colla den zurückgezogen lebenden Betrüger erstmals wieder vor eine Kamera.
Ein Schweizer gibt sich als Überlebender der Shoah aus. Doch sein Betrug wird entdeckt. Mehr als zwanzig Jahre später bringt Regisseur Rolando Colla den zurückgezogen lebenden Betrüger erstmals wieder vor eine Kamera.
Haupts Film umgeht die Probleme narzisstischer Selbstbetrachtung mit einer Mischung von Innen- und Aussenperspektive elegant.
Tanzen muss nicht Rhythmus sein. Oder zumindest kein sichtbarer. Merce Cunningham vermochte mit seinen Choreographien über Jahrzehnte die Gemüter zu spalten. Dieser einfühlsame Film erweckt seine Werke für ein zeitgenössisches Publikum wieder zum Leben.
Eine Liebe zwischen Bern-Bümpliz und der Türkei, die zur unglücklichen Dreiecksgeschichte wird. Beyto liefert wohl eine erzählenswerte Geschichte, aber auch einen etwas faden Appell an die Toleranz.
Es ist die Geschichte der Regisseurin, ihrer Jugend in einer antifaschistischen Gruppe, die hier eigentlich erzählt wird. Julia von Heinz mag der Transfer ins Heute nur halbwegs gelingen.
Plansequenzen, die das Grässliche hinter der Idylle verraten, Erzählebenen, deren Verhältnis sich erst am Ende ergibt – trotz vielversprechendem Set-up verschiessen die Regiedebütanten Bush und Renz ihr Pulver leider verfrüht.
Wie spannend kann ein Film sein, der auf einem Zeitungsartikel basiert? Und seinen Inhalt mit gleichem – dokumentierendem – Gestus wiedergeben möchte? Sehr, wenn man bedenkt, dass Dark Waters mit seinem Anprangern noch brandaktuell ist.
Vier Geschichten, die miteinander verbandelt sind, nicht nur über Fragen der Schuld und Moral. Rasoulof, der im Iran heimlich, mit Widerstand und etwa im Auto dreht, liefert einen kraftvollen, aber auch feinfühligen Beitrag zum iranischen Gegenwartskino.
Ein Traumwelt-Thriller, der sich eine Menge von Nolan, Lynch und Tarantino abschaut. Moritz Bleibtreu hat in seinem ersten Autorenstück seinen Vorbildern die Ehre erwiesen und dabei zumindest gute Unterhaltung geschaffen.
Mit ihrem zweiten Spielfilm liefern die Brüder Fabio und Damiano D'Innocenzo «böse Geschichten» toxischer Männlichkeit in schwüler Atmosphäre.
The Assistant legt den Fokus ganz auf das missbräuchliche System hinter #MeToo und die Menschen, die es stützen.
In der Horror-Mystery-Serie kämpft sich ein Schwarzes Trio durch das rassistische Amerika der Fünfzigerjahre. Die wahren Monster entstammen dort nicht dem fantastischen Universum von H. P. Lovecraft. Doch wer hat hier eigentlich Angst vor wem?