Kino
Capital in the Twenty-First Century
Die Verfilmung des Ökonomie-Bestsellers von Thomas Piketty kommt wie ein Videoclip daher. Die Botschaft ist prägnant, doch der Film verliert sich selbst in der Konsumlogik, die er kritisiert.
Die Verfilmung des Ökonomie-Bestsellers von Thomas Piketty kommt wie ein Videoclip daher. Die Botschaft ist prägnant, doch der Film verliert sich selbst in der Konsumlogik, die er kritisiert.
Wir haben nichts gegen das Formelhafte auf Netflix. Ausser es wird, wie im Fall des ersten deutschen Netflix-Spielfilms Isi & Ossi, zu einem Lehrstück über gelingende soziale Integration umfunktioniert.
Man hat’s bereits vermutet: Horror kommt am besten als Anthologie daher, verpackt in knackige Kurzgeschichten, die einen immer wieder aufs Neue gruseln lassen. Wie damals am Lagerfeuer.
Es zeigt sich zunächst mit ein paar Einzelfällen, doch bald beginnt das exponentielle Wachstum, und am Ende ist alles durchseucht: Color Out of Space ist ein Film der Stunde.
Zwei Welten, die Sagenwelt von einst und die Welt der Yuppies in Berlin, laufen hier nebeneinander her, ohne sich ins Gehege zu kommen. Mit dem Vorwurf, dabei wieder lediglich eine Spielwiese für cinephile Insider zu liefern, wird in Undine spielerisch umgegangen.
Love Me Tender? Da erklingt gleich Elvis Presleys schmachtende Stimme im inneren Ohr. Doch mit der gleichnamigen Schnulze über ewige Liebesbande hat der Spielfilm der peruanisch-schweizerischen Regisseurin Klaudia Reynicke nur den Titel gemein.
Wie dreht man einen Film über ein Land, das nicht existiert? Mit Humor, ist Elia Suleimans Antwort, der ein Palästina porträtiert, das gleichzeitig Nichtort und Sehnsuchtsort ist.
Ein Finanzthriller rollt die Managersuizide am Finanzplatz Zürich auf. Regisseurin Sabine Boss hätte dabei dem Drehbuch und ihren Schauspielern getrost etwas mehr zutrauen können.
Drei Familien als Ausnahme. Der Dokumentarfilm von Verena Endtner nimmt ein akutes politisches Thema auf und zeigt, wie schwierig es ist, in der Kinderbetreuung gegen den Strom zu schwimmen.
Mit absurder Komik und einem Hang zum Grotesken schliesst der schwedische Kultregisseur Roy Andersson in About Endlessness thematisch an sein bisheriges Werk an.
Adam Sandler erhält die Chance, aus der Rolle des komödiantischen Tollpatschs auszubrechen.
In The Gentlemen liefert Guy Ritchie endlich wieder solide Unterhaltung ab – sein Gangsterstreifen lässt sich auch darum nur als Ausflug ins kinematografische Wunderland verstehen.