Junge Kritik
The Pageant
Fernab von unangenehmen moralischen Untertönen zeigt Eytan Ipekers Dokumentarfilm die Miss-Holocaust-Survivor-Wahl in einem Alternsheim Jerusalems. Das Groteske daran löst sich in The Pageant absichtlich nicht auf.
Fernab von unangenehmen moralischen Untertönen zeigt Eytan Ipekers Dokumentarfilm die Miss-Holocaust-Survivor-Wahl in einem Alternsheim Jerusalems. Das Groteske daran löst sich in The Pageant absichtlich nicht auf.
In Switzerlanders versammelt Michael Steiner Videomaterial, das Schweizer_innen im Sommer 2019 gedreht haben. Entstehen soll ein Bild des Lebens in der Schweiz, aber letztlich bleiben nur unzusammenhängende Eindrücke, die sich verzweifelt um nationalistische Harmonie bemühen.
Mit der Neuverfilmung von Döblins Jahrhundertroman stellt sich Burhan Qurbani Regisseur in eine Tradition mit grossen Fussstapfen. Sein Berlin Alexanderplatz hat den Mut, die abgründige Geschichte von Berlin als Moloch in der Gegenwart neu zu lesen.
Kontroverser war Film lange nicht: Ein Teil des Megaprojekt, an dem Ilya Khrzhanovsky 15 Jahre gearbeitet hat.
Der anarchische Eklektizismus, den man von Takashi Miike erwartet, findet sich auch in First Love. In der Geschichte um einen zwischen die Fronten geratenen Boxer gehen Humor und Melancholie Hand in Hand.
Ein Mann in Finnlands Weiten tötet Tiere für andere. Bald vergreift er sich aber auch an Menschen, obwohl er ein grosses Herz hat. Eine verwirrende Ausgangslange und einen Film, der diese Diskrepanzen gar nicht auflösen will.
Eine japanische Fernsehreporterin verliert sich in der fremden Welt Usbekistans. Regisseur Kurosawa schleift seine Protagonistin entlang der Schnittstellen zwischen den Kulturen.
Eine zerschlagene Nase, ein gereiztes Ego und eine argentinische Nationalmannschaft, die verliert. Die Zutaten für den tragikomischen Niedergang eines Nobodys sind in diesem südamerikanischen Import schmackhaft vermengt.
Netflix Es gelingt dem Biopic nicht zuletzt wegen Hauptdarsteller Tom Hanks, nicht kitschig, sondern feinfühlig zu sein.
Eine Frau wagt in ihrer kleinen Welt den inneren Aufstand. Als dieser zum äusseren wird, muss sie lernen, wie stark die Zwänge sind, die sie an Ort und Stelle halten.
Clint Eastwood hat sich erneut an einen Stoff mit wahrem Hintergrund gewagt. Dabei geht es einmal mehr um Tod, Terror und Patriotismus. Auch wenn der Regisseur es nicht will: Den Film kann man nur als Kommentar zu dessen politischem Engagement lesen.
Gute Haare und Sinn für Business widersprechen sich selten: Self Made erzählt die Biografie der afroamerikanischen Unternehmerin Madam C. J. Walker nach, gespielt von Octavia Spencer.