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Kritiken

Junge Kritik

11. Juli 2020

The Pageant

Fernab von unangenehmen moralischen Untertönen zeigt Eytan Ipekers Dokumentarfilm die Miss-Holocaust-Survivor-Wahl in einem Alternsheim Jerusalems. Das Groteske daran löst sich in The Pageant absichtlich nicht auf.

Kino

09. Juli 2020

Switzerlanders

In Switzerlanders versammelt Michael Steiner Videomaterial, das Schweizer_innen im Sommer 2019 gedreht haben. Entstehen soll ein Bild des Lebens in der Schweiz, aber letztlich bleiben nur unzusammenhängende Eindrücke, die sich verzweifelt um nationalistische Harmonie bemühen.

Kino

08. Juli 2020

Berlin Alexanderplatz

Mit der Neuverfilmung von Döblins Jahrhundertroman stellt sich Burhan Qurbani Regisseur in eine Tradition mit grossen Fussstapfen. Sein Berlin Alexanderplatz hat den Mut, die abgründige Geschichte von Berlin als Moloch in der Gegenwart neu zu lesen.

Kino

30. Juni 2020

First Love

Der anarchische Eklektizismus, den man von Takashi Miike erwartet, findet sich auch in First Love. In der Geschichte um einen zwischen die Fronten geratenen Boxer gehen Humor und Melancholie Hand in Hand.

Kino

28. Juni 2020

Euthanizer

Ein Mann in Finnlands Weiten tötet Tiere für andere. Bald vergreift er sich aber auch an Menschen, obwohl er ein grosses Herz hat. Eine verwirrende Ausgangslange und einen Film, der diese Diskrepanzen gar nicht auflösen will.

Kino

24. Juni 2020

To the Ends of the Earth

Eine japanische Fernsehreporterin verliert sich in der fremden Welt Usbekistans. Regisseur Kurosawa schleift seine Protagonistin entlang der Schnittstellen zwischen den Kulturen.

Kino

18. Juni 2020

Iniciales S.G.

Eine zerschlagene Nase, ein gereiztes Ego und eine argentinische Nationalmannschaft, die verliert. Die Zutaten für den tragikomischen Niedergang eines Nobodys sind in diesem südamerikanischen Import schmackhaft vermengt.

Kino

08. Juni 2020

Mare

Eine Frau wagt in ihrer kleinen Welt den inneren Aufstand. Als dieser zum äusseren wird, muss sie lernen, wie stark die Zwänge sind, die sie an Ort und Stelle halten.

Kino

25. Mai 2020

Richard Jewell

Clint Eastwood hat sich erneut an einen Stoff mit wahrem Hintergrund gewagt. Dabei geht es einmal mehr um Tod, Terror und Patriotismus. Auch wenn der Regisseur es nicht will: Den Film kann man nur als Kommentar zu dessen politischem Engagement lesen.