Kino
Nocturnal Animals
Tom Ford konstruiert einen düsteren Thriller, dessen elaborierte Fallen die Zuschauer im Idealfall nicht allzu schnell durchschauen.
Tom Ford konstruiert einen düsteren Thriller, dessen elaborierte Fallen die Zuschauer im Idealfall nicht allzu schnell durchschauen.
Der Busfahrer Paterson lebt im gleichnamigen, etwas verschlafenen Ort und schreibt Gedichte. Um seine dichtende Hauptfigur baut Jim Jarmusch selbst ein lyrisches Gebilde aus Repetition und Variation. Ein Gedicht von einem Film.
André Téchiné erzählt eine vibrierende Liebesgeschichte zweier Siebzehnjähriger, ein Coming-of-Age und Coming-out, in dem Kacey Mottet Klein und Corentin Fila mit nichts zurückhalten und ganz einfach glänzen.
Ken Loach hat nach seinem letzten Film nochmals einen letzten Film gemacht und ist damit ganz zu seinen Anfängen zurückgekehrt: zu einem engagierten Film, der an die Menschlichkeit appelliert.
Wenn Sie über die Grosswildjäger in Ulrich Seidls neuestem Werk den Kopf schütteln, dann stellt sich doch die Frage, inwieweit dies auch der Filmemacher tut oder ob er umgekehrt eine Komplizenschaft mit den Neokolonialisten eingeht. Ein visuell-intellektuelles Vexierspiel.
«He pushed and pushed and pushed and that’s why in the end it just exploded», erzählt ein Mitarbeiter des Royal Ballet in London in Steven Cantors Dokumentarfilm. Die Rede ist von Sergei Polunin, dem «James Dean der Ballettwelt» – und seinem Ringen mit sich selbst.
Mit drei Jahren wurde Mischa Steiner adoptiert. Lange wollte er nichts darüber wissen, doch mit 35 Jahren reist er in sein Geburtsland Korea: um zu bleiben. Eine radikale Entscheidung, doch der Dokumentarfilm vergisst, dazu Fragen zu stellen.
Quäkend, schreiend, gepresst – Mit enormem Selbstvertrauen posaunte die Mäzenin Florence Foster Jenkins in den 1940er Jahren in New York ihre schrägen Töne hinaus. Gekonnt grausig singt auch Meryl Streep in Stephen Frears neustem Spielfilm.
Le confessioni ist vielleicht der erste Kinofilm, der die globale Einteilung in Selbstgerechte und Dubiose infrage stellt. Wenn Roberto Andò auf der Leinwand bewusst bühnenmässig arrangiert, mit einem Treffen der G-8-Staaten als Szenerie und kleines Welttheater, dann soll sichtlich an die Stücke etwa Friedrich Dürrenmatts erinnert werden.
Der Dokumentarfilm «Miloš Forman – What doesn't kill you» lebt von den Erzählungen und der einnehmenden Art des berühmten Filmemachers. Šmídmajer begleitete ihn bei seiner Rückkehr in seine Heimat, nach Tschechien, über ein Jahr lang mit der Kamera.
In Mitten der Idylle einer kleinen, sizilianischen Insel begegnen sich Ivan und Chiara. Die Anziehung zwischen den beiden gerät mehr und mehr aus der Kontrolle. Rolando Colla zeigt ein malerisches Bild einer komplexen Liebesbeziehung.
Die junge afghanische Regisseurin Shahrbanoo Sadat erzählt in ihrem poetischen Erstling von Kindern, die Schafe hüten, und von Wölfen, die ihren Pelz ablegen und zur Fee werden. Doch überall lauern noch gefährlichere Wesen.