Kino
Finsteres Glück
In der Verfilmung von Lukas Hartmanns Roman wird ein traumatisierter Achtjähriger, dessen Familie bei einem Autounfall ums Leben kam, von einer Psychologin zum Erlöser stilisiert.
In der Verfilmung von Lukas Hartmanns Roman wird ein traumatisierter Achtjähriger, dessen Familie bei einem Autounfall ums Leben kam, von einer Psychologin zum Erlöser stilisiert.
Loïe Fuller erfand um 1900 eine ganz neue Form des Tanzes. Ihr Serpentinentanz ist uns dank des am Spektakel interessierten frühen Films überliefert. Nun ist auch Fullers Leben auf Film gebannt, in einem Biopic, das diese ungewöhnliche Kunst wiederaufleben lässt.
Der Dokumentarfilm über Robert Mapplethorpes Werk setzt auf Konvention und vermittelt dennoch eindrücklich die Kunst eines aussergewöhnlichen Fotografen, der die Grenzen des Zeigbaren weitete.
Genaue Beobachtung bewahrt vor vorschnellen Diagnosen. Die Kunst der Brüder Dardenne liegt darin, die soziale Identität mit der Intimität des Körpers zu verknüpfen.
«Will noch jemand einen Fuss? Nein? Vielleicht den grossen Zeh?» Inzest und Kannibalismus, Bruno Dumont überschreitet Grenzen und bleibt sich damit treu.
Ein kleiner tapferer Samurai ist der Held im an die japanische Mythologie angelehnten Epos, das auch Erwachsene in eine phantastische Welt voller Geister und waghalsiger Abenteuer entführt.
Was der Erde entstammt, das sollte man ihr wieder zurückgeben. Ökologische Aktivisten in Europa und Nordamerika praktizieren alternative Lebensmodelle – mit historischen Wurzeln und Blick in die Zukunft.
Vieles mag in A Dragon Arrives! rätselhaft, ungeklärt, verworren bleiben. Doch das, was da so unkontrollierbar zuckt und bebt, pulsiert und pocht, ist tatsächlich nichts anderes als ein cineastisches Meisterwerk.
Anoosh und Arash organisieren im Iran verbotene Technopartys. Der Dokumentarfilm wandelt sich in einen Thriller, wenn sich die beiden entscheiden müssen: zwischen Heimat und Freiheit.
François Ozon inszeniert die Nachkriegszeit als deutsch-französische Liebesgeschichte – im Genre des Melodramas. Ein durchaus raffinierter Kunstgriff, der gerade im Brexit-Jahr nachdenklich stimmt.
Der israelische Regisseur Ido Haar erzählt in seinem Dokumentarfilm ein Aschenputtel-Märchen: von der Möchtegern-Sängerin Princess Shaw, die im Altersheim arbeitet und sich selbst beim Singen filmt, und dem Musiker Kutiman, der in einem Kibbuz lebt und aus Amateur-Youtube-Clips erfolgreiche Songs zaubert.
Mithilfe von Interviews, Reenactments und surrealen Bildern wagt sich die Schweizer Regisseurin an ein schwieriges und oft verschwiegenes Thema: Ihre Mutter litt an einer manischen Depression mit Wahnvorstellung.