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Michael pekler

Michael Pekler

Michael Pekler lebt in Wien und schreibt sein halbes Leben für «Filmbulletin», dem er seine erste jemals veröffentlichte Filmkritik mit dem Titel «Wo Gott wohnt» verdankt. Seither hat sich nicht nur im Kino einiges verändert, sondern auch die persönliche Sichtweise des Autors: Nicht die Filme erzählen die Geschichten, sondern wir verwandeln sie zu unseren eigenen. Das hat der Schweizer Schriftsteller Paul Nizon zwar anders gemeint, aber es ist trotzdem wahr. Das ist nämlich die einzige Veränderung, die das Kino bewirken kann. Und das ist schön, weil man nicht nur etwas von der Welt, sondern vor allem über sich selbst erfährt.

Bücher geschrieben hat er über Ang Lee, über Realismus im US-Kino und Terrence Malick.

Artikel dieser Autor:in

Kino

17. Juni 2015

Fidelio, l'odysée d'Alice

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist nicht immer eine Gerade. Als sie nach ein paar Wochen auf See wieder nach Hause kommt, erklärt Alice ihrem Freund Félix noch einmal den Unterschied: Weil die Erde rund ist, sei auch der schnellste Weg über den Ozean eine krumme Linie. Ob diese sogenannte loxodromische Kurve gefahren werde, entscheide aber nicht sie, sondern der Kapitän. Alice ist Ingenieurin und für den Antrieb der Schiffsmotoren verantwortlich, nicht für die Richtung.

Kino

11. März 2015

Theeb – Wolf

Den ersten Minuten von Theeb, dem Spielfilmdebüt des in England geborenen jordanischen Filmemachers Naji Abu Nowar, haftet ein dokumentarischer Charakter an, genauen Blicks verfolgt die Kamera die eingespielten und überlebenswichtigen Bewegungsabläufe und Routinen. Gleichzeitig gibt dieser Film jedoch von Beginn an zu erkennen, wie viel ihm am Erzählen einer Geschichte gelegen ist.

Ausstellung

30. Juli 2014

Josef Dabernig – Rock the Void

Die Filme Josef Dabernigs, geboren 1956 in Kärnten, fordern ihre Zuschauer heraus. In fast allen Arbeiten treten Dabernig selbst sowie eine kleine Gruppe von Freunden und Verwandten auf, bilden ein streng choreografiertes Ensemble in einer Art von Wartezustand.

Kino

06. Nov. 2013

Workers

Workers interessiert sich weder für die Arbeit Rafaels noch ernsthaft für die ökonomischen Verhältnisse, mit denen er als illegaler Einwanderer aus El Salvador am unteren Ende der mexikanischen Hierarchie zurande kommen muss. Wofür sich José Luis Valle in seinem ersten langen Spielfilm interessiert, ist die absurde und zugleich poetische Seite dieses Aussenseiterlebens.

Kino

05. Dez. 2012

Seven Psychopaths

Seven Psychopaths beginnt mit einem Dialog zwischen zwei Berufskillern, die unter der heissen kalifornischen Sonne darüber diskutieren, ob John Dillinger bei seiner Ermordung wohl genau durchs Auge geschossen worden sei. Doch die erste Überraschung, der in diesem Film noch unzählige weitere folgen werden, lässt nicht lange auf sich warten

Kino

02. März 2012

The Iron Lady

In diesem Film sind bereits nach wenigen Minuten die psychologischen Koordinaten festgelegt: Auf der einen Seite eine willensstarke Frau, die sogar am Frühstückstisch das Kommando vorgibt, auf der anderen Seite eine altersdemente Aussenseiterin, die sich mit ihrem verstorbenen Mann unterhält und zunehmend von Erinnerungen überwältigt wird.