Westfale by nature, Studium der Theaterwissenschaft und Soziologie in Erlangen. Das ist in Bayern. Freier Autor für Filmbulletin, film-dienst und Kulturspiegel. Fürs Kino angefixt von Alfred Hitchcock, seitdem Liebhaber des italienischen, japanischen und französischen Kinos, natürlich auch Hollywood, von Borzage bis Minnelli, von Scarlett Johansson bis Cyd Charisse, von stumm bis laut, von schwarzweiß bis Technicolor, von Film noir bis Before the Code. Gern auch mal abwegig, wie meine Leidenschaft für Biker Flicks beweist. Handlungsreisender in Sachen Filmfestivals, von Emden bis Oldenburg, von Teheran bis Toronto. Und Locarno selbstverständlich auch. Lieblingsfilm, je nach Tagesform: Viscontis GATTOPARDO oder Ozus TOKYO MONOGATARI oder Hitchcocks VERTIGO oder Melvilles LE CERCLE ROUGE oder Antonionis L’ECLISSE. Lebt in Hamburg. Da ist es am schönsten.
Kino
Foxcatcher
Nach einem kurzen Prolog, in dem Dokumentaraufnahmen einer Fuchsjagd Bezug auf den Filmtitel nehmen und das reiche Milieu, in dem Foxcatcher später spielen wird, ankündigen, springt der Film zu zwei Brüdern, die einen Trainingskampf im Ringen austragen. Er mutet wie die Choreografie eines Tanzes an: beäugen, lauern, zupacken, die richtige Stellung finden, den sicheren Stand, den perfekten Griff. Wo zeigt der andere eine Blösse, welcher Hinterhalt verfängt?