Essay
Schreiben über Film
60 Jahre Filmbulletin - 60 Jahre Schreiben über Film. Zum Jubiläum widmen wir uns in einer Essaycollage dem eigenen Metier.
60 Jahre Filmbulletin - 60 Jahre Schreiben über Film. Zum Jubiläum widmen wir uns in einer Essaycollage dem eigenen Metier.
Wie schreibt man über einen Film, der sich als flüchtiges, assoziatives Werk den üblichen Kritikkriterien entzieht? Am besten in einem ebenso assoziativen Nachspüren.
Als ein Affekt, der nicht nur unseren Geist, sondern auch unseren Körper anspricht, stellt der Ekel die Emotionsmaschine Kino vor besondere Herausforderungen. Mitverhandelt in den Ekelbildern des Horror-, aber auch des Experimentalfilmschaffens werden stets Grenzverletzungen, die auf die Materialität unseres Körpers verweisen; und auf die verletzliche Haut des Films.
Im Bereich des Rechts ist «gay panic», die Angst vor Schwulen, eine perfide Verteidigungsstrategie homophober Straftäter. Im Kino hingegen ist die Sache komplizierter – und interessanter. Eine Reihe von Horrorfilmen der Achtzigerjahre führt vor, dass die Verknüpfung von Homosexualität und antisozialen Impulsen auch befreiende Effekte zeitigen kann.
Am 6. Juni 2019 lancieren die Solothurner Filmtage und der Förderfonds Engagement Migros mit filmo eine Online-Edition des Schweizer Films.
Celine Sciamma hat mit Portrait de la jeune fille en feu ein Meisterwerk erschaffen, das als Gemälde des 18. Jahrhunderts in die Jetztzeit reicht. Le jeune Ahmed von Jean-Pierre und Luc Dardenne ist beunruhigend, aber auch unbefriedigend.
Beim stundenlangen Anstehen sieht man das eine oder andere ausgefallene Kleid, in den Filmen spielen die Kostüme oft eine entscheidende Rolle: Terrence Malicks A Hidden Life und Robert Eggers The Lighthouse.
Cannes ist noch meilenweit vom Ziel 5050x2020 entfernt. Nur vier Wettbewerbsbeiträge stammen von Frauen. Zum ersten Mal in der Geschichte von Cannes ist auch ein Film einer schwarzen Regissuerin dabei.
Ein erster Blick auf Sorry We Missed You, Les hirondelles de Kaboul und Atlantique.
«It’s all about proximity, proximity, proximity», sagt der BBC-Produzent Mike Gunton, einer der Referenten an der diesjährigen Zürcher Dokumentarfilmtagung, bei der es Kameraarbeit ging. Über die Annäherung an die Protagonist_innen.