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Kritiken

Kino

18. Mai 2011

Into Eternity

Michael Madsens Into Eternity ist ein Dokumentarfilm über Onkalo, ein riesiges Atommüllendlager-Projekt in der finnischen Taiga. Es ist aber auch eine Meditation über Zeit, über die prekäre Position und die Hybris des Menschen angesichts der unvorstellbaren Zeiträume.

Kino

18. Mai 2011

Mit dem Bauch durch die Wand

Sandra ist dabei, sich von ihrem grossen, runden Bauch einen Gipsabdruck nehmen zu lassen. Mit diesen Bildern steigt Anka Schmid in ihren Dokumentarfilm ein, der dreieinhalb Lebensjahre von drei Teenager-Müttern aufzeichnet.

Kino

18. Mai 2011

Almanya

Migration als Komödie, in der Zuwanderer und Gastvolk mit ihren Urteilen und Vorurteilen auf die Schippe genommen werden, das hat Seltenheitswert. Und es ist ein kleiner Lichtblick, wenn West und Ost im Kino zusammensitzen und sich (zumindest vordergründig) über ihre jeweiligen Eigenheiten amüsieren können.

Kino

18. Mai 2011

Joschka und Herr Fischer

Joschka und Herr Fischer reiht sich ein in eine Reihe jüngerer deutscher Filme, die die Lebensgeschichten von Protagonisten der linken Bewegung neu aufrollen. Es ist jedoch nicht einfach eine verfilmte Biografie, vielmehr ging es dem Regisseur Pepe Danquart darum, «Fischer in seine eigene Geschichte» zu stellen. Und dafür hat er eine innovative Form gefunden.

Kino

18. Mai 2011

Un homme qui crie

Es beginnt fast wie ein Urlaubsidyll – mit kühlendem Wasser, strahlender Sonne, blauem Himmel, Touristen, die sich auf Liegen räkeln, und Kellnern, die Drinks servieren. Derweil wettstreiten zwei Männer im Pool darum, wer von ihnen unter Wasser am längsten die Luft anhalten kann.

Kino

18. Mai 2011

Submarine

Richard Ayoade schafft es mit einer sensiblen Orchestrierung von Humor und Ernsthaftigkeit, seine Schauspieler zielsicher dorthin zu führen, wo er sie haben will: zum Kern der Teenager-Leiden, der trotz überspitzter Inszenierung zu berühren vermag.

Kino

18. Mai 2011

Tambien la lluvia

Filme, die sich mit dem Entstehungsprozess von Filmen beschäftigen, unterliegen bestimmten dramaturgischen Gesetzmässigkeiten und bilden damit fast schon ein eigenes Genre. Seit den siebziger Jahren geht es dabei häufig um den Zusammenprall zweier Kulturen, das Eindringen Fremder in traditionelle soziale Zusammenhänge – auch in Tambien la lluvia.

Kino

18. Mai 2011

The Beaver

Es gibt Filme, die bewegen sich ganz nah an der Grenze zum Scheitern, zum Trash. Sie erwarten vom Zuschauer, dass er eine absurde oder lächerliche Voraussetzung akzeptiert. Das birg die Gefahr, dass man sich dagegen sperrt und das mühsam aufgebaute Konstrukt in sich zusammenfällt. Der neue Film von Jodie Foster ist so ein Fall.

Kino

18. Mai 2011

Die Vaterlosen

Was hinterlassen Väter, die durch ihre Egozentrik und Abwesenheit definiert waren, ihren Kindern nach dem Tod? Ein noch grösseres Loch, das es dann, wenn das Objekt der Begierde sich den unerfüllten Sehnsüchten ganz entzogen hat, umso mehr zu stopfen gilt. Marie Kreutzers Debutfilm setzt ein, als Hans, ichbezogener Hippie-Vater par excellence, seine Kinder an sein Sterbebett ruft.

Kino

18. Mai 2011

Tinguely

Es gehe dem Film «weder darum, einen Künstler zu verherrlichen, noch ihn posthum zu desavouieren», liessen die Macher verlauten. Am Ende aber reicht Tinguely dann doch kaum über eine fundierte Hommage an den vor zwanzig Jahren verstorbenen Künstler hinaus.

Bulletin

18. Mai 2011

The Tree of Life

In Days of Heaven liess Terrence Malick seine kleine Erzählerin über ihre Zukunft sinnen: Ein «ErdeDoktor» könnte sie werden und die Erde untersuchen. Eben das ist es, was dieser gewaltige Solitär unter den Filmemachern in seinen bisher nur fünf Filmen selber stets getan hat und noch immer tut. In The Tree of Life wie nie zuvor.

Kino

18. Mai 2011

The Hunter

Wieder ist es Winter. Oder wahrscheinlich sollte man angesichts der symbolischen Bedeutung, die diese Jahreszeit im Kino von Rafi Pitts innehat, eher schreiben: noch immer ist Winter.