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Kritiken

Junge Kritik

13. Apr. 2011

All that I Love

Ein ausrangierter Eisenbahnwaggon in einer kargen, sandigen Landschaft – das ist der Proberaum von Janeks Punkrockband «All that I love». Bereits die erste Szene im neuen Film von Jacek Borcuch weist auf den einen Pol des Spannungsfeldes hin, in dem die Geschichte um Janek angesetzt ist.

Kino

13. Apr. 2011

Bouton

Bouton von Res Balzli ist ein aussergewöhnlicher Film. Eine subtile Gratwanderung von seltener Schönheit, die man keineswegs tröstlich nennen mag, aber auch nicht deprimierend. Er bewegt sich gleichermassen auf Augenhöhe mit dem Leben und mit dem Tod.

Kino

13. Apr. 2011

The Fighter

Mehr als das korrupte Schaugeschäft sind es die irisch-amerikanischen Quartiere von Lowell, Massachusetts, und ihre Gestalten und Biografien, die The Fighter ausmachen. Von «people and their lives» spricht Martin Scorsese, wenn nach der Substanz gefragt wird, aus der die Filme ihr Bestes beziehen.

Kino

13. Apr. 2011

Four Lions

Inkompetente Protagonisten sind im Kino stets ein Grund für Lacher. Aber darf man über das reale Problem des Terrorismus lachen? Wird Terrorismus dadurch nicht banalisiert? Diese Frage wirft Four Lions, die erste abendfüllende Terroristen-Komödie, auf.

Kino

13. Apr. 2011

In a Better World (Haeven)

Susanne Bier konfrontiert uns in ihrem neuesten Film mit einer solchen Fülle von Verletztheiten und Untaten, dass wir geschafft im Kinosessel hängen und die gezeigten Läuterungen und Strafen kaum mehr eine Auseinandersetzung evozieren können. Der Abspann wirkt wie ein Bild gewordenes schlechtes Gewissen der Regisseurin.

Kino

13. Apr. 2011

Le nom des gens

Die Handlung von Le nom des gens lässt sich mit gleichem Recht als Liebes- wie als Politkomödie nacherzählen. Beide Leidenschaften sind unauflöslich miteinander verknüpft. Leclerc und seine Co-Autorin Baya Kasmi erzählen die Liebesgeschichte als zweifache politische Biografie.

Kino

13. Apr. 2011

Pina

Wim Wenders wollte schon in den 80er Jahren einen Film mit der Choreographin und Tänzerin Pina Bausch realisieren, fand aber erst mit dem 3-D-Verfahren die Möglichkeit einer adäquaten Umsetzung. Mit dem Tod der Künstlerin wurde sein Film zum Epitaph einer Figur des zeitgenössischen Kunstschaffens, das im Cross-Over der Künste die Zukunft einer ästhetischen Bewältigung der Lebenszeit sieht.

Kino

13. Apr. 2011

Potiche

Manchmal kommt man einem Film auf die Spur, indem man sich ihm von der anderen Seite nähert: von der der Rezeption. Sie macht zum Beispiel deutlich, wie sehr François Ozon die Wahrnehmung seiner Filme zu steuern versteht.

Kino

13. Apr. 2011

Rabbit Hole

Im Kino ist jüngst häufig vom Sterben die Rede. Weniger oft hingegen wird thematisiert, was uns weit öfter und stärker betrifft: Wie wir nach einem Todesfall mit den Lücken umgehen. John Cameron Mitchells' Rabbit Hole tut nichts anderes als zu zeigen, wie ein Paar nach dem Tod seines Sohnes das Weiterleben übt.

Kino

13. Apr. 2011

Source Code

Source Code ist sowohl aufwendiges Projekt mit einigen Spezialeffekten, das sich durchaus als Action-Thriller etikettieren lässt, wie Kammerspiel, dessen Handlung sich in wenigen engen Räumen zwischen einer überschaubaren Anzahl von Personen abspielt.

Kino

13. Apr. 2011

La tête en friche

Glücklich darf sich eine Filmnation schätzen, die so verschwenderisch mit ihren Talenten umgehen kann. Das französische Kino verfügt offenbar über genug Ressourcen, um gar nicht erst in die Verlegenheit zu geraten, sie alle ausschöpfen zu müssen. Eine der gefeierten Neuentdeckungen des vergangenen Filmjahres ist Gisèle Casadesus.

Kino

13. Apr. 2011

Tuesday, after Christmas / Marti, dupa Craciun

«Es wäre nicht so schön gewesen, hätten wir uns vor zehn Jahren kennengelernt.» Dieser Satz ist mehr als ein Liebesbekenntnis. Er bedeutet nicht nur, dass man für die wahre Liebe ein gewisses Alter erreicht haben muss, sondern auch, dass man den anderen noch nie so geliebt hat wie in diesem Augenblick.