Kino
Menashe
Menashe erzählt vom Straucheln eines unbeholfenen Tolpatschs in der von Regeln beherrschten jüdisch-orthodoxen Gemeinde Brooklyns – sanft ironisch und liebevoll mitfühlend zugleich.
Menashe erzählt vom Straucheln eines unbeholfenen Tolpatschs in der von Regeln beherrschten jüdisch-orthodoxen Gemeinde Brooklyns – sanft ironisch und liebevoll mitfühlend zugleich.
Das Porträt einer stolzen Frau, die in Kinshasa um ein wenig Glück kämpft, zeigt das Leben im Moloch auf faszinierend mehrstimmige Weise: schonungslos hart, momenthaft paradiesisch.
Der gute Mensch von Kalkutta: Der Gewinner des Prix du Public an den diesjährigen Solothurner Filmtagen ist ein farbenfrohes und inspirierendes, dabei aber auch etwas einseitiges Porträt des Armenarztes Jack Preger.
Michael Haneke führt in Happy End die thematischen Fäden aus seinen früheren Filmen zusammen. Im tragikomischen Porträt einer reichen französischen Familie drücken Einsamkeit und Lieblosigkeit durch die brüchig gewordene perfekte Oberfläche.
In Juri Steinharts Lasst die Alten sterben sind es die kumpelhaften Eltern, gegen die es die Generation Y nicht schafft, sich aufzulehnen – auch nicht, nachdem man sich von der Sedation durch Smartphone und Medikamente befreit hat. Es gibt kaum etwas, gegen das man sich auflehnen könnte. Woher soll da die Wut und Energie kommen, etwas Neues zu schaffen?
Wenn nun nach zehn Jahren die Fortsetzung von An Inconvenient Truth folgt, scheint Al Gore immer noch unermüdlich den gleichen Kampf zu führen. Der Don Quijote des Umweltschutzes berührt und kann doch nicht viel bewegen.
Ein Paar macht sich auf den Weg in die Idylle, der Unfall mit einem Schaf kommt dazwischen.
Greg Zglinski kennt die Regeln des Suspense-Thrillers und hält sich nicht an sie.
Einen wesentlichen Teil des weltweiten Rohstoffhandels wickeln Schweizer Firmen ab. Sie bereichern sich auf Kosten unterprivilegierter Länder. Daniel Schweizer macht das Problem nicht nur sichtbar, er interessiert sich auch für mögliche Lösungen.
In einem Beschneidungsritual sollen sich junge Männer ihrer Männlichkeit versichern. John Trengoves Coming-of-Age-Drama weitet das Thema der Homosexualität zur komplexen Darstellung der südafrikanischen Gesellschaft.
Im Kino gelingt Verlierern der grosse Coup, souverän und witzig. Wer indes genau hinschaut, sieht durch die Risse im unterhaltsamen Genrefilm auf ein kaputtes Amerika.