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Kritiken

Kino

20. Apr. 2016

Tinou

«Je bois sans y prendre plaisir» singt Boris Vian. Getrunken wird viel in Res Balzlis Spielfilmdebüt Tinou. Der gleichnamige Protagonist kann sich in der Tat nicht mehr unbeschwert ein Gläschen gönnen, denn er leidet an einer Leberzirrhose. Balzli lässt Gegensätze aufeinanderprallen, den grauen Alltag im verschneiten Bern und die Farbexplosion im Traum, der Tinou nach Afrika führt.

Kino

15. März 2016

Vergine giurata

Das Leben der Frauen in den nordalbanischen Bergen ist hart. Nach dem herrschenden mittelalterlichen Gewohnheitsrecht haben sie keine Rechte. Zwei Wege führen in die Freiheit: die Flucht ins Ausland oder das Leben als «eingeschworene Jungfrau». Alba Rohrwacher verändert sich in der Rolle dieser Mann gewordenen Frau auf ihrem Weg zurück zu ihrem weiblichen Körper in Millimeterarbeit.

Kino

07. März 2016

Mon Roi

Die Anwältin Tony hat nach einem schweren Skiunfall ein gerissenes Kreuzband und muss in eine Reha-Klinik. Ihre Zeit dort verbringt sie mit einer Clique junger Patientinnen, aber auch mit intensiver Reflektion über ihre turbulente Beziehung mit Georgio.

Kino

07. März 2016

Slow West

John Macleans Film ist kein tragischer Stimmungswestern, eher schon ein ironisch-kluger postmoderner und post-kolonialer Metawestern voller verspielter Episoden mit einer kreolischen Band mitten in der Prärie oder einem deutschen Schreiberling, der an einem Werk über den Genozid an den Ureinwohnern arbeitet.

Kino

07. März 2016

Our Little Sister/Umimachi Diary

Leben und Tod, auf diese existenzielle Zweisamkeit ist auch die Handlung von Hirokazu Kore-edas Film aufgebaut, was simpel klingt, aber doch alles beinhaltet, was unser Bewusstsein beschäftigt.

Kino

07. März 2016

Francofonia

Einen ebenso ironischen wie ernsten Gestus gibt und inszeniert sich der Regisseur und Künstler Alexander Sokurow selbst in Francofonia. Der Film ist also eine grosse visite guidée: durch den Louvre, aber auch durch das Museum der Geschichte. Der Führer heisst Sokurow.

Kino

07. März 2016

El Clan

El Clan erzählt die Geschichte der Puccio-Familie, die in den 80er-Jahren in Buenos Aires für zahlreiche Verbrechen verantwortlich war. Pablo Trapero widmet sich mit seinem jüngsten Film jener dunklen Ära seines Heimatlandes, um diese mit den Mitteln des US-Genrekinos kurzzuschliessen.

Kino

07. März 2016

Mountains May Depart

Mountains May Depart erzählt mit kleinen Momentaufnahmen das grosse Bild eines Landes und seiner Gesellschaft. Die Geschichte in drei Teilen, spielt hauptsächlich im unbedeutenden Ort Fenyang und handelt von der Schullehrerin Tao und den Menschen, die ihr Leben bewegen.

Kino

07. März 2016

Belgica

Kann ein Kinofilm den Clubbesuch ersetzen? Das Drama Belgica dreht sich um das ungleiche Brüderpaar Jo und Frank, die eine alternative Kneipe zum angesagtesten Tanzlokal der Stadt umwandeln. Nach einem rasanten Aufstieg kommt jedoch der vorporgrammierte Fall. Anfänglicher Idealismus wird zu Kapitalismus und es ist fraglich, ob die beiden Brüder es schaffen, den Club gemeinsam zu führen.

Kino

07. März 2016

As I Open My Eyes

Es ist der Sommer 2010, nur wenige Monate vor der Jasminrevolution in Tunesien. Die junge, lebenshungrige Farah singt in einer Rockband, trägt knallroten Lippenstift und trinkt in Männerbars Bier. Mit ihren leuchtenden Augen scheint die 18-Jährige alle Widrigkeiten aus dem Weg zu lächeln. Probleme entstehen jedoch, als Farahs Mutter Hayet sie zu einem Medizinstudium zwingen will. Die junge Rebellin will davon aber nichts wissen, was zu Spannungen mit der Familie, dem Freund und dem politischen System führt und Farah unweigerlich verändert.

Kino

07. März 2016

Room

Room erzählt die ebenso beklemmende wie kraftvolle Geschichte von Ma, die mit ihrem Sohn Jack über Jahre hinweg in einem Zimmer von neun Quadratmetern leben muss und trotzdem versucht, ihm eine unbeschwerte Kindheit zu bescheren.

Kino

07. März 2016

Son of Saul

Son of Saul erzählt Dinge über Ausschwitz, die man zwar gewusst, aber noch nie gehört oder gesehen hat. Saul Ausländer ist Mitglied des Sonderkommandos in Ausschwitz, 1944. Eines Tages vermutet er unter den Leichen in der Gaskammer jene seines Sohnes und macht sich auf die Suche nach einem Rabbi, um ihn zu beerdigen.