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Kritiken

Kino

24. Sept. 2014

Mula sa kung ano ang noon / From What Is Before

Die Geschichte, die Lav Diaz erzählt, ist von packender Intensität, festgehalten in eindrucksvollen Bildtableaus in Schwarzweiss, mit meist statischer Kameraeinstellung, zuweilen auch mit ausladenden Schwenks. Eine Meisterleistung der epischen Erzählkunst.

Kino

24. Sept. 2014

L'Abri

Im Alltag schauen wir weg, beeilen uns, schnell am ausgestreckten Becher vorbeizukommen, damit ein schlechtes Gewissen nicht ernsthaft aufkommt. In seinem neuen Film richtet Fernand Melgar seinen Blick ganz direkt auf die Obdachlosen, die im winterlichen Lausanne Nacht für Nacht zum Zivilschutzbunker pilgern. Damit zwingt er uns, mindestens hundert Minuten lang hinzusehen.

Kino

24. Sept. 2014

Sleepless In New York

Wenn triebhafte Grossstädter unter Schlafstörungen leiden, hat dies oftmals romantische Gründe. Sie sind frisch verliebt, die Dopaminproduktion läuft auf Hochtouren. Die wenigsten wissen, dass dieses “Glückshormon” auch in rauen Mengen ausgeschüttet wird, wenn uns Liebeskummer den Schlaf raubt.

Kino

24. Sept. 2014

The Wind Rises / Kaze Tachinu

Einer wie Hayao Miyazaki hört nicht einfach so auf. Mit The Wind Rises, seiner, wie er selbst ankündigte, vermutlich letzten Regiearbeit, schuf der 73-jährige Filmkünstler noch einmal ein Meisterwerk des Animekinos.

Kino

24. Sept. 2014

Vi är bäst! / We Are the Best!

In Lukas Moodyssons Filmen sind die Jugendlichen meist mit verständnisvoll wohlwollenden Eltern gesegnet. Doch welche fast Dreizehnjährige will schon an Mutters Geburtstagsfest vor den Augen aller Anwesenden liebkost werden wie ein kleines Kind?

Kino

24. Sept. 2014

Yalom's Cure

Die Schweizer Dokumentarfilmerin Sabine Gisiger widmet ihren jüngsten Film einem der einflussreichsten Psychotherapeuten der USA: Irvin Yalom. Der achtzigjährige Psychiater und Autor kann auf rund fünfzig Jahre therapeutische Tätigkeit zurückblicken.

Kino

24. Sept. 2014

Faust

In Fausts Person, sagt Alexander Sokurow, sei alles angelegt, was Hitler, Lenin und den Tenno ausgemacht habe. Goethes Dichtung ist für ihn Ausgangspunkt und Schlussstein seiner Tetralogie.

Kino

30. Juli 2014

Miele

Statt als hilfreich kann sich jede Hilfe als hinderlich erweisen, sobald sie eigennützig wird oder verträumt blauäugig vor lauter Selbstlosigkeit. Miele, sprich: Honig, so nennt sich die Heldin und tut es wohl in Anlehnung an jenes kitschige honey, das die amerikanische Alltagssprache einem jeden anhängt.

Kino

30. Juli 2014

Fading Gigolo

Keiner von den beiden ist auf Rosen gebettet, und jeder muss gerade wieder einmal schauen, woher die Reibe nächstens kommen soll. Wenn weder der schmächtige Senior noch der robustere Nachwachsende früher auf die Idee gekommen sind, nun endlich ins älteste Gewerbe der Welt zu investieren, dann ist es keinesfalls aus falscher Scham oder mangels Phantasie unterblieben.

Kino

30. Juli 2014

Die geliebten Schwestern

Dominik Graf ist ohne Zweifel der versierteste deutsche Genre-Regisseur, sowohl für das Kino als auch für das deutsche Fernsehen, mit grossem Interesse für die Konventionen des Thrillers und der Möglichkeiten, sie zu erweitern. Dass er sich nun um eine vergangene Zeit kümmert, um Friedrich Schiller und die grosse Liebe, um Sturm und Drang, ist zunächst eine Überraschung, ein Kontrast, den man aber nicht fürchten muss.

Kino

30. Juli 2014

La chambre bleue

Bilder und Töne wollen partout nicht verschmelzen zu Beginn dieses Films. Gewiss, die Montage fügt sie zusammen. Aber sie besteht darauf, dass sie disparate Elemente bleiben.

Kino

30. Juli 2014

Blue Ruin

«Make Art Not War» steht da weiss auf blauem Wellblech, scheinbar nebenbei, nur knapp lesbar. Es ist tatsächlich hohe Filmkunst, mit der Jeremy Saulnier in seiner erst zweiten Regiearbeit in atmosphärisch dichten Bildern erzählt.