Einer der ersten Sätze in diesem ebenso wort- wie bildreichen Film lässt das Publikum schmunzeln: «Klee m’a donné la clé», sagt Nacer Khemir, der bekannte tunesische Filmemacher, Erzähler und Maler. Er meint es durchaus ernst: Klees Tunesienbilder haben ihn, als er dreizehn war, gelehrt, das eigene Land, die eigene Kultur neu zu sehen, auf eine moderne Weise.
Martin Witz, der schon bei zahlreichen renommierten Produktionen als Drehbuchautor, Cutter und Tonmann mitwirkte, präsentiert mit Dutti der Riese nicht nur seine allererste Regiearbeit fürs Kino – er realisierte auch das erste umfassende Filmporträt über den Migros-«Erfinder».
Im Knast gibt es nicht viel zu sehen. Und entsprechend wenig zu zeigen. Graue Wände, enge Flure: das war’s im Wesentlichen. Zumindest auf den ersten Blick. Wer genauer hinschaut, wie es der Basler Regisseur Armin Biehler in seinem Spielfilmdebüt Chicken Mexicaine tut, der kann so einiges entdecken.
An der Fassade des gediegenen Hotels «Elephant» zu Brixen am Fusse des Brennerpasses prangte ein Elefant, der dem Haus seinen Namen gab. Wie man erfährt, war der Dickhäuter dazumal quasi zu Gast in der heute mondänen Herberge. Doch das war vor über 450 Jahren. Was hatte der Elefant hier verloren?
Bahnhöfe eignen sich wunderbar, um Geschichten des Aufbruchs zu inszenieren. Auch Frédéric Choffat macht sich in seinem ersten langen Spielfilm diese Atmosphäre zu eigen.
Zum ersten Mal wird das Schaffen des international erfolgreichen Schweizer Künstlers, das sich über vier Jahrzehnte erstreckt, in einem Filmporträt gewürdigt. Lange Jahre hatte sich der bescheidene Skulpteur erfolgreich gegen die störende Anwesenheit einer Kamera während der Arbeit gewehrt.
Sieben Jahre später nun präsentiert Christoph Kühn ein Porträt des Abenteurers. Kühn, der sich mit Vorliebe der Verfilmung von Lebensläufen widmet, führt uns mit seinem Film über Bruno Manser mitten ins wuchernde Grün des Regenwalds.
José Antonio Gutierrez war der erste Soldat der US-Invasionsarmee, der im Irak starb. Die Schweizer Filmemacherin Heidi Specogna hat die kurze Berühmtheit Josés genutzt, um in einem ebenso nüchternen wie anrührenden Dokumentarfilm die Fakten und sozialen Bedingungen darzulegen, die ein solches Schicksal erzwingen.