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Kritiken

Kino

01. Feb. 2005

Tout un hiver sans feu

Der Jura ist eine der düsteren Gegenden des Kontinents, wohl die düsterste der Schweiz, mit dumpfen weissen Wintern und einem Licht, das auch im Sommer nirgendwo hinreicht. Die diesige, bleierne Schönheit der Weiden, Hochplateaus und Canyons ist in der Fotografie von Witold Plociennik exemplarisch eingefangen. Sie macht das Statische, Widerborstige, in sich Gekehrte der Region sichtbar.

Kino

01. Dez. 2004

Ferien im Duett

Reisen bildet. Unversehens tun sich nicht nur neue Gegenden, sondern auch Seelenlandschaften auf: es eröffnen sich neue Horizonte, man erklimmt Höhepunkte, stürzt bisweilen aber auch in Abgründe. Dieter Gränicher hat dies in seinem neuen Film Ferien im Duett dokumentiert.

Kino

01. Nov. 2004

Dimitri – Clown

Der Film Dimitri – Clown von Friedrich Kappeler hat kein Interesse an theoretischen Fakten. Der Zuschauer wird an den Menschen Dimitri herangeführt, ohne dass der Zauber, der den Clown umgibt, etwas von seiner Faszination einbüssen würde.

Kino

01. Okt. 2004

Monte Grande – What is Life?

Versucht man, die Art und Weise, mit der der Schweizer Dokumentarfilmer Franz Reichle an eine filmische Arbeit herangeht, auf einen Nenner zu bringen, so könnte man sagen: Es ist ein Abenteuer, auf das er den Zuschauer mitnimmt.

Kino

01. Sept. 2004

Namibia Crossings

Unterwegs-Sein. Fremden und Fremdem begegnen. Pittoreske Landschaften entdecken. Musik und Geräusche. Dazu: schnurrige Gedanken. Oft assoziativ, manchmal erklärend, immer geprägt von der ureigenen Weltbetrachtungsweise des Regisseurs: Das sind die Filme von Peter Liechti.

Kino

01. Sept. 2004

Höllentour

Mein Velo und ich, ich und mein Velo: das ist das Credo des Rennrad-Fahrers. Rennradler sind ein besonderer Menschenschlag, bohnenstangendürr und mit nur einem einzigen Lebensziel vor Augen: Tempohalten!

Kino

01. Sept. 2004

Wenn der Richtige kommt

Der Weg ist das Ziel, könnte man sagen, angesichts der Spontaneität, mit der die Filmemacher Oliver Paulus und Stefan Hillebrand ihr nur grob skizziertes Sujet dem Unerwarteten öffnen. Ihr Improvisationsfilm wenn der richtige kommt zeigt einen Prozess mit ungewissem Ausgang.

Kino

01. Mai 2004

Agata e la tempesta

Der neue Film des italienisch-schweizerischen Doppelbürgers Silvio Soldini folgt einer ausgesprochen offenen Dramaturgie. Dies unterscheidet ihn von der erfolgreichen Seniorenkomödie Pane e tulipani (2000), in deren Windschatten er insofern steht, als dort ebenfalls Licia Maglietta die Hauptrolle und Giuseppe Battiston eine wichtige Nebenrolle innegehabt hatten.

Kino

01. Apr. 2004

Sternenberg

In Sternenberg ist die Welt noch in Ordnung. Und mit Sternenberg ist die Welt wieder in Ordnung, denn mit Sternenberg ist der Schweizer Film definitiv auf den Schweizerfilm gekommen.

Kino

01. März 2004

Strähl

Dem Sog des alles zerkleinernden Krimi-Vortex’ entzieht sich Strähl von Manuel Flurin Hendry (nach einem Drehbuch von Michael Sauter und David Keller) mit imponierender Entschiedenheit, trotz des einen oder andern lässlichen Ausrutschers.