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Bulletin

Porträt

12. Sept. 2016

Alltag als Form des Widerstands

Die belgische Filmkünstlerin Chantal Akerman hat in ihren ­Werken ­die subtile (Zer-)Störung von ­Ordnungen, die schleichende ­Entgleisung der Monotonie zu einem Ereignis werden lassen. ­In Basel widmen sich ein Jahr nach ihrem Tod ein Symposium und eine Retrospektive ihrem Schaffen.

Essay

12. Sept. 2016

Alltag und Gewalt als Dünger der Kunst

2015 erlebte Mexiko mit 140 Filmproduktionen ein ­Rekordjahr. Korruption ­und Gewalt scheinen förderlich ­für die Kunst zu sein. ­Die «mexicanidad» in den ­neue­ren Filmen ist dabei ­geprägt von SUVs der ­«Narcos», korrupten Polizisten und Fluchtversuchen in die USA. Das Zurich Film Festival bietet heuer in der Sektion «Neue Welt Sicht» einen Einblick.

Porträt

12. Sept. 2016

Metamorphosen eines Imperiums

1895, nachdem er die ersten Filme der Brüder ­Lumière gesehen hat, verbringt Charles Pathé eine schlaflose Nacht. Über hundert Jahre später blickt die Firma, die seinen Namen trägt, auf eine ausser­gewöhnliche Konzerngeschichte zurück. Pathé hat massgeblich die Filmindustrie geprägt, die Wochenschau erfunden, das Heimkino initiiert und den Weltmarkt erobert.

Essay

26. Juli 2016

Wiederholung als Überschreitung

Im Herbst kommt das Remake von The Magnificent Seven in die Kinos, der selbst schon eine Wiederauflage von Akira Kurosawas Die sieben Samurai war. Die Kopie der Kopie? Ein Abklatsch? Ein unerlaubter Übergriff? Weder noch, denn die Wiederholung als Verfremdungsverfahren verwandelt das vermeintliche Original in einen sich stets verändernden Teil eines schillernden Ganzen.

Porträt

26. Juli 2016

Rita Hayworth

In The Lady from Shanghai (Orson Welles, USA 1947) ist Rita Hayworth der Vamp, eine fremdgesteuerte Somnambule. Der Film läuft in der Filmreihe zu hundert Jahre Kinovamp «Here She Comes! Kinovamp» in Winterthur.

Porträt

26. Juli 2016

Roger Corman

Der 90-jährige Roger Corman, Fliessband­produzent und Regisseur von Low-­­Budget-Horrorfilmen, an denen die Titel oft das Beste sind, ist am Filmfestival in Locarno Ehrengast der «Filmmaker’s Academy». Zu recht, denn er hatte immer ein zuverläs­siges Gespür dafür, was in der Luft lag.

Essay

26. Juli 2016

Unauffälliger Erweiterer der Konventionen

«Howard Shore is like a very good character actor.
He can play a lot of different roles.» – David Cronenberg

Am diesjährigen Filmfestival in Locarno wird der kanadische Komponist Howard Shore mit dem Vision Award geehrt. Bekannt ist Shore vor allem für seine Zusammenarbeit mit David Cronenberg und die Musik zu The Lord of the Rings. Mit seinen über achtzig Scores hat er die Filmgeschichte elementar mit­gestaltet. Shore greift bei seinen Recherchen in die Tiefe und mit der Musik unter die Haut.

Essay

14. Juni 2016

Über allen Wipfeln

Sie stehen in einem Garten, allein auf weiter Flur oder auf einem Friedhof. Sie erzählen Familiengeschichten und Kindheitserinnerungen. Sie sind Tore zu einer phantastischen Welt und Zeugen grausamer Wirklichkeit. Sie verbinden Mythologie und Religion. Sie künden vom Leben und vom Tod: Bäume.

Hintergrund

14. Juni 2016

Nicolas Gessner überrascht

Zum 40. Jubiläum von The Little Girl Who Lives Down the Lane wirft Regisseur Nicolas Gessner einen anekdotisch-unterhaltsamer Blick hinter die Kulissen.

Hintergrund

13. Juni 2016

Die Dramaturgie des Realen

In Diskussionen um Film und Kino – seien diese nun ästhetischer, wirtschaftlicher oder politischer Art – geht der Dokumentarfilm gerne vergessen. So auch, wenn es um Spoiler, Twists und generell um Fragen der Dramaturgie geht. Marcel Gislers Electroboy zeigt besonders eindrücklich, mit welch dramaturgischem Raffinement Dokumentarfilme gebaut sein können.

Porträt

13. Juni 2016

Kevin B. Lee

«Wenn die Medien unsere Denkräume übernommen haben, wie können unsere Gedanken die Medienräume zurückerobern?» Kevin B. Lee fragt sich in einem Videoessay von 2013, wie Montagen aus Bildern, Tönen und Worten zur Subversion medienvermittelter Realitäten beitragen können. Denn, so argumentiert er, die Bilder haben unsere Wahrnehmung und unser Denken überflutet, und die Sprache kann selbst in der Form souveräner Essays in der Tradition von Adorno, Montaigne oder Bacon nicht mehr argumentativ Schritt halten.

Soundtrack

07. Juni 2016

Satie im Kino des 21. Jahrhunderts

Zum 150. Geburtstag Erik Saties am 17. Mai 2016 beleuchtet Oswald Iten, wie Saties «Gymnopédies» und «Gnossiennes» als Filmmusik eingesetzt werden. Warum eignen sich Saties Stücke über hundert Jahre nach ihrer Entstehung offenbar so gut als Filmmusik? Ein Streifzug durch das Autorenkino des 21. Jahrhunderts …